Boden-Dauerbeobachtung Schleswig-Holstein: Auswertung der Projektergebnisse im Hinblick auf Aussagen zu Veränderungen von Böden, Aussagefähigkeit und Optimierung der eingesetzten Untersuchungsverfahren

Um Veränderungen von Böden langfristig dokumentieren zu können, existiert nach Empfehlung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) das Monitoring-Programm der Boden-Dauerbeobachtung in Deutschland. Seit 1989/90 wurden dazu in Schleswig-Holstein 38 Boden-Dauerbeobachtungsflächen unterschiedlicher Bewirtschaftung und Naturräume eingerichtet, an denen Veränderungen der bodenbezogenen chemischen, physikalischen und biologischen Parameter sowohl in geringer als auch  in hoher zeitlicher Auflösung erfasst werden. 

 

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Dazu stehen umfangreiche chemische, physikalische,  bodenzoologische sowie
mikrobiologische Ergebnisse der Bodenuntersuchungen des Monitoring-Programms zur Verfügung. Diese Daten liegen in Intervallen von drei bis zehn Jahren vor. Über Schlagkarteien werden die bewirtschaftungsbedingten Einflüsse der Grünland- und Ackerflächen im einjährigen Rhythmus erfasst, mit deren Hilfe Stoff- und Humusbilanzen erstellt werden können. Auf einigen Flächen ergänzen Depositionsdaten und Sickerwasseranalysen aus der Intensiv-Boden-Dauerbeobachtung die Datenbasis. 

 

Wichtige Ziele der Auswertung sind:

  • Die Untersuchung zur Erfassung von Bodenveränderungen
  • Die Ermittlung von Gründen und Zusammenhängen für Bodenveränderungen
  • Die Analyse welche Mess- und Kenngrößen sowie Probennahmestrategien Bodenveränderungen hinreichend widerspiegeln können und für belastbare Zeitreihen geeignet sind