Yangtze-Project

Gesamtziel des Teilprojekts ist die modellgestützte, räumlich und zeitlich differenzierte Abbildung des Wasser- und Stoffhaushaltes (Phosphor und Sediment) im Oberlauf des Drei-Schluchten-Staudamms auf Einzugsgebiets- und Flussschlauchskala unter Landnutzungswandel. Dabei werden drei Teilziele verfolgt. Zunächst soll am Beispiel des Xiangxi-Einzugsgebiets basierend auf den Erkenntnissen der ersten Projektphase die Abbildung des Landnutzungswandels mit dem Modell SWAT dynamisiert und methodisch verbessert werden. Weiterhin soll der Transport des landschaftsbezogenen Eintrags von Sediment im Fließgewässer selbst eindimensional modelliert und dabei auch Ufererosion miteinbezogen werden. Drittes und letztes Teilziel ist die exemplarische Übertragung der am Xiangxi entwickelten und getesteten Methodik in den oberen Einzugsbereich des Drei-Schluchten-Staudamms.
Methodisch wird auf dem ökohydrologischen Einzugsgebietsmodell SWAT (Arnold et al., 1998), dass in der ersten Phase für den Wasser-, Sediment und Phosphorhaushalt des Xiangxi-Gebiets erstellt wurde, aufgebaut (Bieger et al., 2011). Das eindimensionale hydraulische Modellsystem HEC-RAS (USACE 2010) wird, unterstützt durch zwei Geländekampagnen, parametrisiert und an SWAT gekoppelt. Mit dem gekoppelten Modellsystem wird sowohl der aktuelle Zustand des Wasser- und Stoffhaushalts sowie Stofftransports im Fluss als auch Landnutzungswandel und Landmanagementoptionen in Form von dynamischen Szenarien analysiert. Dabei wird sowohl eine enge Verknüpfung mit den Arbeitsgruppen des Bereichs Yangtze-Geo angestrebt als auch durch die Übergabe des Sediments im Gewässerschlauch eine Schnittstelle zur Projektgruppe Wasser/Schadstoffe/Sediment geschaffen.

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